Linderung für die Ohren und Nerven der Bahnanwohner in Passau

Mit Schienenschmiersystemen und Schienenkonditioniersystemen haben die DB Netz AG und die Firma Rail Partner Deutschland GmbH im Streckenabschnitt von der Österreichischen Grenze bis zum Bahnhof Passau eine Lärmsanierungsmaßnahme gegen das Kurvenquietschen erfolgreich durchgeführt.

Das lästige Kurvenquietschen ist den Anwohnern der Strecke ein wohl bekanntes und unangenehmes Geräusch. Auch Laien können zwei Geräusche unterscheiden, die beide im Rad-Schiene-Kontakt Ihre Ursache finden. Einmal ein ehr kratzendes Zischen, dass entsteht, wenn ein Zug in eine Kurve durch die Fliehkräfte hineingedrückt wird und der Spurkranz des Rades an der Schienenflanke der Außenschiene anläuft. Dieser Lärm lässt sich durch Schmieren an der Gleisinnenflanke der Außenschiene beheben. Der Hauptlärm entsteht jedoch an der Innenschiene. Weil hier das Rad einen kürzeren Weg zurücklegen muss als auf der Außenschiene, kommt es über die starre Achse in der Innenschiene zu keiner kontinuierlich, rollenden Bewegung des Rades. Hier verspannt sich das Rad auf der Lauffläche und im nächsten Augenblick entspannt es sich wieder. Dieser Vorgang wiederholt sich über die Länge der Kurve und wird von Fachleuten als Ruckgleiten oder Stick-Slip-Effekt bezeichnet. Der so entstehende Lärm liegt in einem hohen Frequenzbereich und ist entsprechend schmerzhaft für die Ohren. Ziel muss es hier also sein, durch eine Behandlung der Schienenlauffläche dem Rad ein gleichmäßiges Drehen zu ermöglichen. Nun darf man Schienen nicht unbesehen schmieren. Oberstes Gebot ist, dass der Bremsweg, die Traktion und das Signalwesen nicht negativ beeinflusst werden dürfen. Aus diesem Grunde spricht man bei der Rail Partner Deutschland inzwischen auch vom konditionieren der Schienen. Es wird nur extrem wenig Mittel pro Meter verwendet. Um das Mittel sprühen zu können ist ein Flüssiganteil notwendig. Entscheidend für die Funktion sind jedoch die Festanteile, die durch die Räder des Zuges in die Poren der Schiene eingearbeitet werden. Das verwendete Mittel entlastet als Nebeneffekt die Umweltbilanz indem der Metallabrieb an den Schienen reduziert wird und selbst zu keiner negativen Belastung der Umwelt führt. Durch das Funktionsprinzip kann es einige Wochen dauern, bis die Systeme Ihre volle Wirksamkeit von rund 300 Metern erreicht haben. Die Steuerung erfolgt bedarfsgenau bei jeder Zugvorbeifahrt und durch die regelmäßige Wartung wird auch die Nachhaltigkeit der Maßnahme sichergestellt.
Das patentierte System der Firma Rail Partner stellt die einzig wirksame Lösung an der Lärmquelle für die Innenschiene dar und ist bei der Deutschen Bahn bereits an einigen Stellen im Einsatz (z.B. Berlin und Hamburg). Gutachten aus allen Ländern im Tätigkeitsgebiet der Rail Partner Deutschland bestätigen die Wirksamkeit.
Für das Projekt in Passau möchte Herr Braun als Vertreter der Rail Partner Deutschland, die im Verbund mit ihren Schwesterfirmen in den Niederlanden, der Schweiz und Österreich arbeitet, die sehr gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der DB Projektbau GmbH und der DB Netz AG hervorheben. Es sei gelungen durch die Anstrengungen aller Beteiligten für die Anwohner eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Herr Braun hofft, die in Deutschland noch wenig verbreiteten Systeme noch vielen Anwohnern der Bahn zur Verbesserung ihrer Situation bereitstellen zu können.

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SSS und SKS in Passau
SSS und SKS in Passau
Lärm durch Güterzug
Lärm durch Güterzug
 

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