Schienenkonditioniersystem vermindert Lärm

In Kurven mit engen Radien sowie in Weichenbereichen, die letztlich auch nur Kurven sind, tritt zur allgemeinen Belästigung das sogenannte Kurvenquietschen auf. Dies führt häufig zu Anwohnerbeschwerden und reduziert die Akzeptanz des wirtschaftlichen Verkehrsmittels Bahn. Das Kurvenquietschen findet seine physikalische Begründung, für die beiden Schienen (Außenschiene und Innenschiene), wie folgt:

o Anlaufen des Spurkranzes an der Bogenaußenschiene

• Rad wird von der Achse in die Kurve hineingedrückt
• Die Fliehkräfte führen dazu, dass die äußeren Räder nach außen drängen
• Durch die Begrenzung mittels Spurkranz wird die Achse in der Schiene gehalten
• Es kommt zum Reibkontakt zwischen Spurkranz und innerer Schienenflanke der Außenschiene
• Dieser metallische Kontakt erzeugt das Quietschen an der Bogenaußenschiene

o Stick-Slip-Effekt am der Bogeninnenschiene

• Rad wird von der Achse in die Kurve hineingedrückt
• Haftreibung auf der Fahrfläche muss in Längs- und Querrichtung überwunden werden
• Rad verspannt sich gegenüber der Schiene
• Wenn Rückstellkraft größer wird als die Haftreibung, entspannt sich das Rad
• Dieser metallische Kontakt erzeugt das Quietschen an der Bogeninnenschiene
• Oder einfacher: Die Tatsache, dass das Rad in der Bogeninnenschiene einen kürzeren Weg zurücklegen muss gilt als Ursache. Neben dem Quietschen sind auch noch weitere negative Erscheinungen in Kurven festzustellen. Zum einen kommt es auf der Innenschiene zur sogenannten Riffelbildung die den Fahrkomfort beeinträchtigt, aber natürlich auch den Wartungsaufwand für die Gleisanlage erhöht. Zum anderen unterliegt die Außenschiene einem erheblichen Verschleiß an der Schienenflanke.
Des Weiteren ist die zuvor dargelegte Begründung für das Kurvenquietschen für die RCF-Schädigung (engl. Rolling Contact Fatigue = Rollkontaktermüdung) ebenfalls zutreffend.

All diese Grundlagen haben wir bei der Entwicklung der beiden
Rail Partner Deutschland GmbH Systeme in die Waagschale geworfen und berücksichtigt. Für die Außenschiene ist ein System zur „Schmierung" der Schienenflanke entstanden, welches ein Mittel berührungslos anbringt.
Hier spricht man vom Schienenschmiersystem. Bei der Innenschiene ist ein gleichartiges System entwickelt worden, jedoch wird hier das Mittel näher an der Fahrfläche angebracht. Dieses System haben wir Schienenkonditioniersystem genannt, da in keinem Falle Schmiermittel an die Fahrfläche gebracht werden darf. Die verwendeten Mittel sind nahezu vollständig biologisch abbaubar und haben keine negativen Einflüsse auf Bremsverhalten, Traktion und Signalwesen.

Zahlreiche Messreihen bescheinigen die Wirksamkeit der Systeme. Es wurden Pegelminderungen um 10-20 dB (A) nachgewiesen. Ein weiteres Maß für die Wirksamkeit stellt die Kreischdauer dar. Hier konnte eine Reduzierung um z.T. 98% erzielt werden. Dies ist ein besonderer Wert, da dieser letztlich die Lästigkeit eines Geräusches wiederspiegelt.

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Wirkende Kräft im Rad-Schiene Kontakt
Wirkende Kräft im Rad-Schiene Kontakt
 

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